Wissenschaftliche Studien zum Magnesium
Aktuelle Studienlage zur Wirkung von Magnesium
Aufgrund der wesentlichen Bedeutung des Mineralstoffes für die Gesundheit gibt es bereits sehr viele Studien zu dessen Wirksamkeit als Präventions- und Heilmittel. Im Weiteren finden Sie daher lediglich einen Ausschnitt der Studien, die die Wirkung von Magnesium bei diversen Krankheiten und Missständen unterstreichen.
Studie zu Magnesium und Alzheimer
Forscher nehmen an, dass Magnesiummangel ein pathogenetischer Faktor der Alzheimer-Krankheit darstellt. Weiterhin steht Alzheimer in Verbindung mit einer hohen Aluminium-Ansammlung in den Neuronen des Gehirns. In Studien fanden Forscher eine signifikant höhere Aluminium-Ansammlung in einigen Gehirnregionen und gleichzeitig geringere Magnesium-Konzentrationen. Dies lässt darauf schließen, dass Magnesium äußerst wichtig für die kognitiven Funktionen ist.27
In einer Studie der Drexel University College of Nursing and Health Professions wurde nachgewiesen, dass Menschen mit Alzheimer Demenz einen niedrigeren Magnesiumspiegel im Blut aufweisen, als gesunde Menschen. Weiterhin wurde ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Magnesiumspiegel und einer schlechten Gedächtnisleistung belegt.28
Zusammenhang zwischen Magnesiumeinnahme und (Knie-) Arthrose
Während einer Studie in China mit 1626 Teilnehmern, die jeweils an einer Knie-Arthrose litten, konnten C. Zeng et. al. feststellen, dass die Einnahme von Magnesium in umgekehrter in Verbindung mit einer röntgenologischen Knie-Arthrose steht.29 Das Ergebnis der Forscher legt nahe, dass eine gesunde Magnesiumversorgung das Potential aufweist vor einer Knie-Arthrose zu schützen.
Zusammenhang zwischen Magnesium und Krebs-Risiko in Studien bestätigt
In Studien wurde eine umgekehrte Abhängigkeit zwischen dem Magnesiumgehalt im Wasser und Erdboden und der Häufigkeit von Krebserkrankungen in der jeweiligen Region bestätigt. Zum Beispiel ist in Amerika der Magnesiumgehalt im Boden und Wasser doppelt so hoch als in der Ukraine. Das Risiko an Magenkrebs zu erkranken hingegen ist in der Ukraine 4x höher als in Amerika. In Ägypten hingegen, zeigte eine Studie von Dr. P. Schrumpf-Pierron bereits 1931, dass die Menschen dort wesentlich seltener an Krebs erkranken. Die Prozentuale Häufigkeit der Menschen mit einer Krebserkrankung war in Ägypten nur etwa 10% vom der Häufigkeit der Prozentualen Häufigkeit von Krebserkrankungen in Europa und Amerika. Oder anders ausgedrückt in Europa und Amerika war die Prozentuale Häufigkeit von Krebskrankheiten etwa 10x so groß wie in Ägypten. Der wesentliche Unterschied bestand daran, dass die Menschen in Ägypten etwa die zehnfache Menge an Magnesium zu sich nahmen als die Menschen in den meisten westlichen Ländern.30
Am Ende einer etwa 8 jährigen japanischen Studie mit über 87.000 Teilnehmern wurde im Jahr 2010 publiziert, dass bei Männern die vermehrt Magnesium zu sich nahmen das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um 52% reduziert war. Im Vergleich zu denen, welche am wenigsten Magnesium zu sich nahmen.31
Studien zu Magnesium bei Asthma
Einige Doppelblind-Studien zu Magnesium bei Asthma-Patienten (Kinder und Erwachsene) zeigten eine Verbesserung der Lungenfunktion, des Antioxidativen Status, der Reaktivität gegenüber chemischen Beeinflussungen, der Asthma-Kontrolle sowie der Lebensqualität.32
Studie zu Magnesium und Bluthochdruck
Während einer Studie mit mehr als 8500 Frauen wurde belegt, dass eine höhere Aufnahme von Magnesium innerhalb der Ernährung das Risiko von Bluthochdruck bei Frauen reduzieren kann.33
Studie vermutet Zusammenhang zwischen Magnesium und Depressionen sowie Ängste
Innerhalb einer Studie mit 5708 erwachsenen Teilnehmern zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und dem standardisierten Depressions-Score, unabhängig von Geschlecht, Alter, Habitus und Blutdruck.34
Während einer weiteren 3 jährigen Studie mit 8894 Männern stellten die Forscher EK. Tarletion und B. Littenberg fest, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem Magnesiummangel und Depressionen besteht, besonders bei jüngeren Erwachsenen. Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass Magnesium eine schützende Wirkung gegen Depressionen im Seniorenalter aufweist.35

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Forschungsarbeiten zu Magnesium in Verbindung mit Diabetes
Menschen mit Diabetes weisen oft einen Magnesiummangel auf, was dazu führen kann, dass die Diabetes-Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt und es zu Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle für den Betroffenen kommt. Innerhalb einer Studie der Universität Stuttgart-Hohenheim hatten jedoch nur etwa 11-15% der ca. 5500 Diabetiker einen optimalen Magnesiumgehalt im Körper. Ein Magnesiummangel fördert weiterhin gefäßschädigende Entzündungen, Herz-Rhythmusstörungen, Bluthochdruck sowie Thrombosen. Diese Fakten sind für Diabetiker von enormer Bedeutung, da über 75% aller Diabetiker an Herz-Kreislauf-Erkrankungen versterben. Dabei ist dieser Risikofaktor laut der Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) leicht vermeidbar. Darüber hinaus beeinflusst Magnesium auch den Zuckerstoffwechsel direkt. Laut Studien kann Magnesium die Wirkung des Insulins verbessern, was insbesondere für Betroffene von Diabetes mellitus Typ 2 eine entscheidende Rolle spielt.36
Studie zu Magnesium und Herzinfarkt sowie Arrhythmien
Während einer Meta-Analyse mit 930 Patienten die einen akuten Herzinfarkt erlitten wurde die intravenöse Verabreichung von Magnesium untersucht. Die intravenöse Magnesium-Gabe führte zu einer 49%igen Reduzierung der Ventrikulären Tachykardie und Fibrillation. Weiterhin wurde das Auftreten eines Herzstillstands um 59% gesenkt. Ebenfalls wurde die Häufigkeit der supraventrikulären Tachykardien gesenkt. Insgesamt kam es zu einer 54%igen Senkung der Todesfälle.37
Studien zur Wirkung des Magnesiums bei Migräne-Kopfschmerzen
Eine Studie zur Wirksamkeit eines gesetzlich geschützten Nahrungsergänzungsmittels mit Magnesium, Riboflavin und Q10 zeigte eine signifikante Wirksamkeit bei Migräne. Während der Studie wurden 120 Erwachsene Migräne-Patienten (zwischen 18 und 65 Jahre, mit mindestens 3 Migräne-Attacken pro Monat) in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe bekam das Nahrungsergänzungsmittel und die andere Gruppe bekam ein Placebo. Die Studie dauerte 3 Monate und die Migräne-Patienten der Gruppe, die das Ergänzungsmittel einnahmen, bekamen im Vergleich zur Placebo-Gruppe weniger häufig Migräne-Anfälle, weiterhin war die Schmerzintensität geringer und die Symptome waren ebenfalls schwächer.38
Bei einer weiteren Studie zur Wirksamkeit von Magnesium bei Migräne-Patienten war Magnesium-Sulfat während akuter Migräne-Attacken effektiver und schneller wirksam als eine Medikation mit Dexamethason / Metoclopramid.39
Studie zu Magnesium und die Häufigkeit von Schlaganfällen
S. Larsson et. al. kam im Rahmen einer knapp 14 Jahre andauernden Studie mit 26556 finnischen männlichen Rauchern (50-69 Jahre alt) zu dem Ergebnis, dass Teilnehmer der Studie mit der höchsten Magnesiumeinnahme etwa 15% weniger Schlaganfälle erlitten im Vergleich zur Kontrollgruppe mit der niedrigsten Magnesiumeinnahme.40 Daher wird vermutet, dass ein Magnesiummangel eine große Rolle bei der Entstehung von Gefäßschäden spielt.41
In einer weiteren über 10 Jahre andauernden Studie mit 34670 Frauen (49-83 Jahre alt) die unter einer Hypertensiven Herzkrankheit (HHK) litten, kam S. Larsson et. al. zu dem Ergebnis, dass eine hohe Magnesiumeinnahme auch hier die Häufigkeit der Schlaganfälle reduzierte. Die Gruppe mit der höchsten Magnesiumeinnahme wies ein um 37% niedrigeres Schlaganfall-Risiko auf als die Gruppe mit der niedrigsten Magnesiumeinnahme.42

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*27 J. Durlach (1990): Magnesium depletion and pathogenesis of Alzheimer's disease. Magnes Res. 1990 Sep;3(3):217-8.; E. Andrasi et. al. (2005): Brain aluminum, magnesium and phosphorus contents of control and Alzheimer-diseased patients. Abgerufen auf iospress.com
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